Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie)

Der Lungenhochdruck bzw. die pulmonale Hypertonie (abgekürzt PH) ist eine seltene Erkrankung, die ohne Behandlung lebensbedrohlich sein kann. Kennzeichnend für die PH ist ein hoher Druck in den Lungenblutgefäßen. Sind speziell die Arterien – also die Blutgefäße, die vom rechten Herzen wegführen – betroffen, spricht man von einer pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH).

Durch den ständig erhöhten Druck verschlechtert sich zunehmend die Durchblutung der Lunge und damit die Sauerstoffaufnahme des Blutes, so dass die Energiezufuhr des Körpers beeinträchtigt wird. Müdigkeit, Leistungseinbruch, Kreislaufstörungen sind die Folge.



Mit der Zeit verändern sich die Lungengefäße dauerhaft. Die Wände werden härter und dicker, der Innenraum der Gefäße kleiner. Der Körper kann immer weniger Sauerstoff aufnehmen. Im fortgeschrittenen Stadium ist der Erkrankte selbst im Liegen atemlos.

Weil das Blut mit zunehmendem Druck durch die Lungengefäße gepumpt werden muss, vergrößert sich der Herzmuskel immer mehr, bis das Maximum erreicht wird und das Herz zum Schluss versagt.

 

 

Diese Informationen nutzen als Quelle die aktualisierten Leitlinien zu pulmonaler Hypertonie der europäischen Kardiologen-Vereinigung (European Society of Cardiology, ESC) von 2009
(http://www.escardio.org/guidelines-surveys/esc-guidelines/Pages/pulmonary-arterial-hypertension.aspx)
Erstellungsdatum: Juni 2007 • Letzte Änderung: Oktober 2011