Einteilung nach Schweregraden der Erkrankung
Neben der Einteilung in die unterschiedlichen Formen der pulmonalen Hypertonie, die so genannte diagnostische Klassifikation, gibt es noch eine funktionelle Klassifikation. Sie hat eine besondere Bedeutung für die Therapie und die Entwicklung der Krankheit. Eingeteilt wird nach der so genannten NYHA-Klassifikation (NYHA steht für "New York Heart Association"). Die körperliche Verfassung und die Leistungsfähigkeit des Patienten sind bei der Einteilung maßgebend. Es werden vier verschiedene Stufen unterschieden.
NYHA-Klasse I
• Keine Beschwerden bei körperlicher Aktivität
NYHA-Klasse II
• Belastungszeichen wie Kurzatmigkeit und Erschöpfung
bei normaler körperlicher Aktivität
• Brustschmerzen und Ohnmachtsanfälle können auftreten
• Keine Beschwerden im Ruhezustand
NYHA III
• Belastungszeichen wie Kurzatmigkeit und Erschöpfung
bereits bei geringer körperlicher Aktivität
• Brustschmerzen und Ohnmachtsanfälle können auftreten
• Keine Beschwerden im Ruhezustand
NYHA IV
• Luftnot und Schwächegefühl bereits im Ruhezustand;
Verstärkung bei Belastung
• Betroffene können keinerlei körperliche Tätigkeiten
ohne Beschwerden verrichten
• Rechte Herzhälfte stark vergrößert
und Pumpleistung eingeschränkt
Diese Informationen nutzen als Quelle die aktualisierten Leitlinien zu pulmonaler Hypertonie der europäischen Kardiologen-Vereinigung (European Society of Cardiology, ESC) von 2009
(http://www.escardio.org/guidelines-surveys/esc-guidelines/Pages/pulmonary-arterial-hypertension.aspx)
Erstellungsdatum: Juni 2007 • Letzte Änderung: Oktober 2011