Definition

Eine pulmonale Hypertonie liegt vor, wenn der mittlere arterielle Blutdruck in der Lungenschlagader (Pulmonalarterie) vom Normalwert (< als 20 mmHg) auf mehr als 25 mmHg in Ruhe und 30 mmHg bei Belastung steigt.

 

Was passiert bei Lungenhochdruck im Körper?

Lungenhochdruck betrifft den kleinen Kreislauf (Lungenkreislauf): Bei der pulmonalen Hypertonie sind die Blutgefäße in der Lunge stark verengt. Dadurch steigt der Druck in diesen Gefäßen an.

Damit durch die verengten Lungengefäße eine ausreichende Blutmenge fließt, muss die rechte Herzhälfte erheblich mehr leisten und gegen den Widerstand der Lungengefäße anpumpen. Im Laufe der Erkrankung verhärtet sich das Gewebe der Blutgefäße in der Lunge und wird zu unelastischem Bindegewebe.

Lungenarterie bei PAH

Auch das Herz - insbesondere die rechte Herzhälfte - wird bei Lungenhochdruck in Mitleidenschaft gezogen. Da das Herz ständig den erhöhten Druck in den Lungengefäßen überwinden muss, nimmt seine Muskelmasse stetig zu (Rechtsherzhypertrophie) bis ein Maximum erreicht wird.

Dadurch, dass das Herz nicht mehr in der Lage ist, genügend Blut zur Sauerstoffaufnahme in die Lunge zu pumpen, gelangt sauerstoffarmes Blut in die Körperzellen, denen damit der lebensnotwendige Energielieferant Sauerstoff fehlt: Die Betroffenen sind verstärkt kurzatmig und körperlich immer weniger belastbar. Im fortgeschrittenen Stadium leiden die Patienten selbst im Liegen an Atemnot und Erschöpfung. Die Pumpkraft des Herzens reicht immer weniger aus, um den Druck der Lungengefäße zu überwinden. Ohne Therapie sterben die Patienten letztendlich am Herzversagen.

WICHTIG!

Eine pulmonale Hypertonie liegt vor, wenn der mittlere arterielle Blutdruck in der Lungenschlagader (Pulmonalarterie) vom Normalwert (≤ 20 mmHg) auf mehr als 25 mmHg in Ruhe steigt.

Werte zwischen 21 und 25 mmHg gelten als grenzwertige pulmonale Hypertonie.

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Diese Informationen nutzen als Quelle die aktualisierten Leitlinien zu pulmonaler Hypertonie der europäischen Kardiologen-Vereinigung (European Society of Cardiology, ESC) von 2009
(http://www.escardio.org/guidelines-surveys/esc-guidelines/Pages/pulmonary-arterial-hypertension.aspx)
Erstellungsdatum: Juni 2007 • Letzte Änderung: Oktober 2011